Eine Kalorie ist nicht gleich einer Kalorie

Wenn man von einer Kalorie spricht, meint man eigentlich eine Kilokalorie. Abgekürzt wie die Kilokalorie mit der (Maß)Einheit kcal. In der Einheit Kilokalorie / kcal wird die enthaltene Energie pro Gramm ausgedrückt. So enthält 1 Gramm Kohlenhydrate und 1 Gramm Eiweiß /Protein jeweils 4,1 kcal, 1 Gramm Fett 9,1 kcal und 1 Gramm Alkohol 7,1 kcal.

Kohlenhydrate und Fette werden im Körper anders verwertet als Eiweiße/Proteine. Das Stichwort für meine Erläuterung lautet „Nahrungsinduzierte Thermogenese“. Die Nahrungsinduzierte Thermogenese beziffert den Wärmeverlust im Magen-Darmtrakt nach Nahrungszufuhr. Durch Aufspaltungs-, Aufnahme-, Transport- und Umwandlungsprozesse der Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße) geht ein Teil der zugeführten Energie / Kilokalorien / kcal verloren. Die Aufspaltung von Eiweißen/Proteinen ist für den Organismus eine anstrengende Angelegenheit, denn immer wieder werden die Eiweiße entlang des gesamten Magen-Darmtraktes neu bzw. weiteraufgespalten. Für diesen langen und anstrengenden Verdauungsweg der Proteine benötigt der Organismus 2-4 -Mal so viel Energie wie für die Aufspaltung von Kohlenhydraten oder Fetten.

Man kann somit sagen, dass sich manche Kalorienanteile von ganz alleine verbrauchen ohne dafür Sport oder sonstige anstrengende Tätigkeiten ausführen zu müssen. Mit einer erhöhten Aufnahme von Kalorien aus Proteinen anstelle von Kalorien aus Kohlenhydraten oder Fetten kann man sein Gewicht reduzieren – ohne die Kalorienaufnahme zu reduzieren.

Quellen: Ausbildung zur Ernährungstrainerin an der Deutschen Trainer Akademie, 2016

Link zu Ernährung / Ernährungspläne