Alte und neue Süßungsmittel der Natur

Das Wort „Süßungsmittel“ ist ein Oberbegriff für

Zucker aller Arten
Zuckeraustauschstoffe (Kalorienarm, Zuckeralkohole, Insulinunabhängige Verarbeitung, …)
Süßstoffe (minimal bis Kalorienfrei, wenig Masse, …)
Dass der Industriezuckerkonsum (Zucker/Saccharose jeder Art) das Risiko erhöht an zahlreichen Krankheiten wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen und Depressionen zu erleiden, ist heute nicht mehr unbekannt.

Daher werden inzwischen zahlreiche alternative Süßungsmittel angeboten, welche jedoch nicht weniger umstritten sind als der Industriezucker.

Zu den wohl modernsten und immer beliebter werdenden Süßungsmitteln zählen der Zuckeraustauschstoff Birkenzucker/Xucker (auch unter Xylit oder Xylitol bekannt) und der Süßstoff Stevioglykoside (Stevia). Besonders bei diesen beiden Süßungsmitteln werden Verbraucher durch irreführende Beschreibungen häufig hinters Licht geführt.

Der Birkenzucker/Xucker ist ein Zuckeralkohol (auch unter E967 bekannt), ursprünglich wurde er aus finnischem Birkenholz gewonnen. Durch seinen beibehaltenen Werbenamen „Birken“zucker sowie durch weitere Werbeworte wie „ohne Gentechnik“ werden Verbraucher getäuscht. Denn der Birkenzucker/Xucker, wie man ihn aktuell im Supermarkt und in Fertigprodukten vorfinden, ist heute nur noch ein künstlich hergestelltes Süßungsmittel.

Stevioglykoside ist ein Süßstoff (auch unter E960 bekannt), welches bereits unter dem Namen „Stevia“ als beinahe Lüge auftritt. Auf Supermarktprodukten folgt hinter dem Namen Stevia ein Sternchen*, welches aufklärt, dass es sich nicht um Stevia, sondern um Stevioglykoside handelt. Stevioglykoside wird dem Verbraucher als natürliche Pflanze, wie eine Art Pflanzenextrakt verkauft. Nur wer genauer hinschaut und sich informiert wird feststellen, dass es sich bei dem Endprodukt im Supermarkt und in Fertigprodukten, um ein mehrfach chemisch behandeltes Süßungsmittel handelt.

Ein guter Rat zur richtigen Süßungsmittel-Wahl ist schwerlich machbar. Manche Süßungsmittel bringen Vorteile wie z.B. Kariesschutz oder eine Regulation des Blutzuckerspiegels. Wobei man sich die Frage stellen sollte, ob man sich nicht einfach öfter mal die Zähne putzt und sich einfach mal mehr bewegt. Auch wenn die Wahl auf einen Süßstoff oder einen Zuckeraustauschstoff fällt, sollte man sich im Klaren sein, dass keines so viele Vorteile wie das älteste Süßungsmittel der Menschheit, der Honig (Naturbelassen vom Imker), bietet.

Das Zuckerverhältnis im Honig setzt sich durchschnittlich aus 40/60 Fruktose/Glukose zusammen und ist somit ein wenig besser aufgestellt als das 50/50 Verhältnis im Industriezucker. Die ausschlaggebendsten Argumente für mich zur Nutzung von Honig ist, dass er Mineralien, Vitamine, teilweise auch ein paar Aminosäuren liefert und er sogar antibiotische Wirkung haben kann.

In diesem Sinne: „Der Mensch ist, was er isst“ (Philosoph Ludwig Feuerbach 1804-1872).